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Johann Beer, born in 1655 and died 1700 Weissenfels was an Austrian author of humorous novels, short stories in the German Baroque. He was a court official and a known composer. In 1682 in Nürnberg he wrote the Teutsche Winternächte a comical satire. In the XI. Capitul he wrote about a Fechtschul and displayed not a high opinion on the Klopffechter. I translated these lines. You will find a better translation in the work of John Raymond Russell “German winter nights”.

XI Capitul

The End of Veronia’s life.

Who swallows poison, strangles the heart, on vice follows anguish and pain

In addition to this story on the dance floor, we enjoyed an excellent amusement with the Klopffechtern, which drive the country up and down and announce their fencing schools (Fechtschul) at the town halls. It was quite a party of Marx Brothers and Federfechter, and then they had to fight three days in the courtyard, as well as they had I learned from their Masters. The whitehaired Beck did his best with the staff, and the blackhaired delivered head nuts. The brother Hansel stayed on the Federfechter side not at all bad. But with the Dusacken he got sometimes a heartily beating on his leather pants. I still laugh about it whenever I imagine him making a brave posture those days. Me and brother Ludwig were two old honest Marx brothers sitting together, and when I asked him what he had both in mind thinking of the Comoedia and this Fechtschool, he replied that he had never seen the previous play, but his remember his reading of Mr Molier in French.

“The current Klopffechter,  although I love the nature and manner of their fight, but they themselves, I’m not fond at all. Because their profession is one among the most miserable, and that is the first ever wishing to be abolished on the world. The people hit each other’s bodies unhealthy, that they only make other to laugh for cheap amusement. I do not think there is a profession under the sun, from which one can learn absolutely nothing. The funambulism is finally good for body movement. The prestidigitators need a subtle enchantment of the eyes. A quack doctor finally helps even those who have issued to his stuff a firm belief, despite that bad and unworthy his medicaments are. Those, who shows the animals, breath and eat fire, swallow knifes and the like help us to understand and wonder how amazing things can be and how the nature gives us so many adventurous animals in all places of the earth. However, I do not know what to make of the Klopfobes Klopfuntes (beatups beatdowns). But I know that had the audience often are the greater fools themselves as the fighter, because of them even after the Fechtschul has ended the tear each others hair and brawl with each other valiantly. The guys travel from one city to another, and because they do not live a quite Christian life, they die too often not as Christians. It would be better, they fenced valiantly with their craft. ”

Between such conversation, which he mixed with many examples to the Fechtschul ended after both parties against knocked each other valiantly and loused their heads…

XI. Capitul.

Das Ende des Lebens der Veronia.

Wer Gift verschluckt, der würgt das Herz,Auf Laster folget Pein und Schmerz.

Nebenst dieser Erzählung auf dem Tanzboden genossen wir sonst eine treffliche Lust mit den Klopffechtern, welche das Land auf und ab zu fahren und ihre Fechtschulen an die Rathäuser anzuschlagen pflegen. Es war eine ziemliche Partei Marxbrüder und Federfechter, und dannenhero mußten sie sich drei Tage nacheinander auf dem Schloßhofe herumschlagen, so gut sie es von ihrem Obermeister gelernet hatten. Der weißköpfichte Beck tat mit der Stange das Beste, und der schwarze teilete gute Kopfnüsse aus. Der Bruder Hansel hielt sich auf der Federfechter Seiten nicht gar übel. Aber mit dem Dusacken kriegte er unterweilen eine weidliche Huschen über seine lederne Hosen, darüber ich noch lachen muß, sooft ich mir einbilde, wie eine artliche Positur er dazumal gemachet. Ich und Bruder Ludwig als zwei alte redliche Marxbrüder saßen nächst beisammen, und als ich ihn fragte, was er sowohl wegen der vorigen Comödia als dieser Fechtschule vor Gedanken hätte, gab er zur Antwort, daß er zwar die vorige Action noch niemalen gesehen, aber seines Entsinnens bei dem Herrn Molier in französischer Sprache eine solche ehedessen gelesen hätte.

“Die gegenwärtige Klopffechter anbelangend, liebe ich zwar die Art und ihre Manier zu fechten, aber ihnen selbsten bin ich nicht gar zu gewogen. Denn ihre Profession ist eine unter den miserabelsten, und zwar die allererste, die auf der Welt vor einer andern wohl möchte abgeschaffet werden. Die Leute schlagen einander die Leiber ungesund, daß sie nur andern um einen schlechten Gewinst zu lachen machen. Ich glaube nicht, daß eine Profession unter der Sonnen sei, aus welcher man so gar nichts lernen kann. Das Seiltanzen taugt endlich zur Leibsbewegung. Die Taschenspieler brauchen eine subtile Verzauberung der Augen. Ein Gassenarzt hilft endlich noch denjenigen, die an seine ausgegebene Sachen einen festen Glauben haben, so schlecht und nichtswürdig auch seine Medicamenten seien. Diejenige, so die Tier sehen lassen, Feuer fressen, Messer verschlucken und dergleichen, geben doch verwunderlich zu verstehen, wie unglaubliche Sachen können ins Werk gestellet werden und wie die Natur so manch abenteuerliches Tier an allen Orten der Erden bestellet. Hingegen weiß ich nicht, was ich von dem Klopfobes Klopfuntes halten solle. Aber das weiß ich wohl, daß die Zuseher oftermalen größere Narren seien als die Fechter selbsten, weil man ihrer gar viel nach geendigter Fechtschul hat in die Haare fallen und untereinander wacker zerzausen und zerklopfen gesehen. Die Kerl reisen von einer Stadt zur andern, und weil sie kein recht christliches Leben führen, so sterben sie auch selten christlich. Es wäre besser, sie fechteten wacker mit ihrem Handwerk.”

Zwischen solchem Gespräch, welches er mit vielen Exempeln untermischte, endigte sich die Fechtschule, nachdem beide Parteien wacker aneinander abgeklopfet und die Kolben gelauset hatten.

Johann Beer: Die teutschen Winter-Nächte & Die kurzweiligen Sommer-Täge
http://www.zeno.org/nid/20004544838