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Thanks to the Meyer Frei Fechter Guild I was able to look at the Joachim Meyer Ms.Var. 82 Rostock in order to lend a helping hand in their researches of transcribing and translating the work of Joachim Meyer. In the previous postings I transcribed the diagrams and their names and explanation.

In the next postings I on this book will transcribe the copy of the Sigmund ein Rin-geck fechtbuch in the MS. var 82 probably done by Joachim Meyer or some contract writer. The pages 4r, 4v, and 5v are empty. There will be no translation to this text because it is more or less identical with the Mscr. Dresd. C 487 (Landesbibliothek Dresden). You may want to compare it with the transcription of the Dresden book presented by Dierk Hagedorn.

5r

Fechtbuch von Aller=
hand geschwinden Stucken
zu Rosß und zu fuß
und zum kampf

Aufgezeichnet von den für=
nemsten alten theuchsten (teutschen)
meistern etc.

auf einen kurzen grund
vom Rapier gestellt durch

Jochim Meyer
F[rei] F[echter] z[u] Str[aßburg]

6r

Hie hebe[t] sich an die Zedttel In den geschrieben stedt
die Ritterlich kunst, des langen schwerts die gedicht
und gemacht hat Johannes Liechtennauer der ein
großer meister In der Kunst gewesen ist. Dem gott
gnedig sey, der hatt die Zedel laßen schreiben mitt
verborgen unnd verdackten wortten, darumb das die
kunst nicht gemeyns soll werden, und die selbigen
verborgen und verdackten worten der Zedel, Die
hat meißter Sigmundt Einring zu der selbigenn
zeit der hochgeborren fürsten und herren herrn
Albrechts Pfalzgraff bey Rein und herzog in Bayer{n}
sein schiermeißter gewesen ist, also glossirt unnd
ausgelegtt, als sie den in diesem büchlein hernach
geschrieben und gemalt sthan, das sie ein jeder
fechter wol vernomen und verstehen mag, der
da anderß recht fechten kann.

Das ist die vorredt

Junckh Ritter lerne got lieb haben, frauen so ehre
so wechst dein Ehre über Rittterschafft und lehre
kunst, die dich zieret und In kriegen zu ehren
hoffieret, Rinngens gut Fesser, Gleffen Speren
Schwerdt und messer manlich bederben, unnd
in andderen henden verderben, hawe drein, unnd
hurt dan rausch hin trieffe oder laß farenn
das in die weissen haßen, den man siht preißen
darauff dich sasse, alle kunst hab ein leng
unnd masse

6v

Das ist der Textt (cutted) von viel gutten
gemeinen lere des lang[en] schwerrdts.

Wiltu kunst schauen sich lingck gehen und recht mit
hauen und ling mitt rechten ist das du strackh be=
gerst fechten. Glosa. Merck das ist die erste lere
des langen schwerdts das du die Heue von beyden
seitten recht solst lernen hauen. Ist das du anderst
starck und gerecht fechten wilt, das vernym also
wen du wilt hauen, von der rechten seitten, so sieh
das dein lingker fuß for stee, hastu dan den oberhauw von der
rechten seiten, so volge dem haw nach, mit dem
rechten fuß, thustu das nicht so ist der haw falsch
und unrecht, wenn dein rechte seiten bleibet da
hindern, darumb ist der haw zu kurtz und mag
seinen rechten ganng under sich zu der anderenn
seiten vor dem lincken fusß nicht gehaben, deßgleic=
hen wen du haußt von der lincken seiten, und dem
haw nicht nachvolgest mit dem lincken fusß, So
Ist der haw auch falsch. Darumb so merck von
welcher seitten du hawest, das du mit dem selbig
fusß, dem haw nachvolgest, so magstu mit stercke
alle deine stucke  gerecht treiben, und also sollen
all ander hew auch gehauen werdenn.

Der Text aber von einer Lehre

Wer nach gehet hauen der darff sich kunst nicht
frewen haw nahet was du wilt, kein wechsler
kombt an dein schildt Zu kopff zu leib die zeckrur
nicht vermeydt, mit gantzen leyb ficht was du starck
begerest zu treybenn.

7r

Glosa. Mercke das ist wen du mit dem Zufechten
zu im kumbst, so soltu auff sein hew nicht sehen
auch nicht wartten, wie ehr die gegen dir treybet
wann alle fechter, die da sehen und wartten, off
einer anderen hew, unnd wöllen anderst nicht
thun, wen versetzeen die bedurffen sich solcher
kunst wenig freuen wann sie werden dabey
offtt geschlagen.

Item merck allso was du fechten willt, das treib
mit gantzer sterk deines leybes, unnd haw im
damit nahe[n]t zu dem kopf, und zu dem leyb,
so mag ehr von deinem ort nicht durch wech
seln und mit dem haw soltu in denn anbinden
der schwerdts der Zweck rur nicht vermeyd denn
zu der negsten blöße die dir hernach in denn
funff hewenn und In anderen stucken ausge=
richt wordenn.

Aber ein lehre.

Hor was da schlecht ist ficht nicht oben lingck so du
recht bist, und ob du linkck bist im rechten auch sere
hinckest. Glosa. Merk die lehre trifft on zwo p{er} son
einen lingken und einen rechten, und das vernym
also wan du mit zufechten zu im kumbst, bistu den
gerecht, und meinst, den man zu schlagen, so haw
den rechten haw nicht, von der lincken seyten, wan
ehr ist schwach und magst damit nit weyderhalten
wan man dir starck darauffbindt darumb so haw
von der rechten seiten so magstu starck am schwerd
mit kunst arbeiten was du wilt, desßgleichen bistu
lingck so haw auch nicht von der rechten seitten, wann
die kunst ist gar wildt einem lincken zu treyben, von
der rechten seiten desgleichen ist sie auch einen rechten
von der lincken hanndt.

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Note: This is a not proofread, uncorrected version. My first draft. If you have any recommendations, corrections, or annotations that will improve the content on this page, please help me by commenting.

Transcription Rules

The transcription is created to make the text readable. So the abbreviations and errors are resolved and marked:

[ ] Square Brackets: resolved abbreviation,
{ } Curved Brackets: added missing or corrected words or letters,
( ) Normal Brackets: alternative readings of the same word.
“w” was resolved to “u” if the writing did not change in the text (like “zw” to “zu”).

See the Glossary of translated terms for more information.

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