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Nikolaus Pol was born on the 1. December 1564 and died on the 16. February 1632. In his Chronicle of the city of Breslau (Wrocław) he reported for the 27. February 1620 the Sworddance of the furrier guild during the visit of the King Frederic I. See the Chronicle of Fencing Guilds in Breslau, Wrocław for more information about fencing in Breslau.

“Thirty-six Masters and journeymen began equipped themself in beautiful white shirts with big outer fencers sleeves, blue stockings, white shoes, and on both legs below the knees, garters with large sleigh bells, and laurel wreaths on their heads. They went out of their hostel at vesper time with drums and whistles. The predecessor was followed by three boys, each a scepter in his right hand lead; other three boys, one with a bearing-sword, the other with a fencing sword, the third with a few wooden Tussaken. All in white coats with silk ties, blue and white pagan aprons, shaft, with red stripes, on the head large green wreaths. Behind every few journeymen champion  two boys went in named clothes, carrying a tire with blue and white painted stripes, and roses made out of wood. On each side walked four trabants, with acid etched and gilded partisans, and they crossed in front of the majesty’s court. There they made their sword dance, made a circle, fought in the sword and Dussacken. An old fencers hit a thre-turn with a bearing-sword to each one of three boys knelt down without wounding them. Another man was hitting the Parat on a rose made of swords, while others appealed to small roses made from the Tussaken. In the evening, at 7 to 8 clock they made the lantern dance, as each carried his lantern on the head with a burning light, and fought in the same with two weapons. ”

Transcription

“Sechsunddreißig Kürschnermeifter und Gesellen rüsteten sich aus, in schönen weißen Hemden, mit großen aussenden Fechterärmeln, blauen Strümpfen, weißen Schuhen; und an beyden Schenkeln, unterhalb den Knieen, Hosenbänder mit großen Schlittenschellen; und aufgesetzten Lorbeerkränzen. Die zogen um Vesperzeit aus ihrer Herberge mit Trommel und Pfeifen. Nach ihrem Vorgänger folgten drei Knaben, ein jeder einen Scepter in der rechten Hand führend; darauf andere drei Knaben, der eine mit einem Paratschwert, der andere mit einem Fechtschwert, der dritte mit einem paar bölzernen Tussaken alle in weißen Kitteln, mit Seidbinden, blau und weißen heidnischen Schürzen, schachtweise mit rothen Streifen; auf dem Haupt mit großen grünen Kränzen. Hinter jedem paar Meister und Geselll gingen zwei Knaben in obgedachter Kleidung, einen Reifen mit blau und weiß gemalte Streifen, und von Holz gemachten Rosen darauf tragend. Auf beyden Seiten gingen vier Trabanten, mit geätzten und vergoldeten Partisanen, und passirten vor Ihrer Mayestät Hofstatt; da hielten sie ihren Schwerttanz, schloßen einen Zirkel, fochten im Schwert und Tussaken. Ein alter Fechter schlug im Paratschlagen dreien Knaben, so nieder gekniet, einem jeden einen Dreyer von, Kopf hinab, ohne alle Versehrung. Ein andrer schlug das Parat auf einer gemachte Rosen von Schwertern; andere fochten auf kleinen gemachten Rosen aus den Tussaken. Des Abends zwischen 7 und 8 Uhr hielten sie den Laternentanz, da ein jeder seine Laterne auf dem Kopf mit brennendem Licht getragen, und bey demselben in zweyen Wehren gefochten.”

“Geschichte der Tanzkunst bei den cultivirten Völkern”, Albert Czerwinski, 1862