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Otto Adalbert Beneke was a (1812-1891) archivist, historian and writer living in Hamburg, Germany. He presented in the book “Von unehrlichen Leuten: cultur-historische Studien und Geschichten aus vergangenen Tagen deutscher Gewerbe und Dienste, mit besonderer Rücksicht auf Hamburg” a display of several remarkable folks of history. His book of 1863 is a account of lost knowledge and ignorance that can be found in the overconfident authors of the 19th and 20th century looking back at the “underdevelopment ages”.

Bei dem kriegerischen Geist der Deutschen und ihrer Liebhaberei für Waffenübungen erhielt sich die Fechtkunst lange in großem Ansehen und die in Städten seßhaften Fechtmeister, welche in ihren Fechtschulen die Jünglinge wehrhaft machten, waren gewiß ganz geachtete Leute, zumal wenn sie zuvor dem Kriegerstande angehört hatten. Verschieden von ihnen aber waren die Darsteller ziemlich ungefährlicher Zweikämpfe oder anderer Kampfspiele. Unter sich zu einer mystischen Genossenschaft verbunden, nannten sie sich etwa rätselhaft St. Marcus und Lucasbrüder, Freifechter von der Feder. Fechtmeister von St. Marco und Löwenberg und angelobte Meister des langen Schwerts von Greifenfels. Ein solcher war Hans Jochim Ohlsen der im Sommer 1754 in Hamburg seine hochadlige ritterliche Kunst sehen ließ, mit allen Gewehren stritt vom kürzesten bis zum längsten und umgekehrt und zwar mit einigen Dilettanten um 1 Ducaten mit seinen Waffenbrüdern, aber bis aufs Blut. Jn den Pausen ergötzte sich das Publikum am Pistolenschießen nach Türkenköpfen, am Pikenwerfen und besonders am Fahnenschwingen, einem artigen Kunststück, das auch bei Handwerksgesellen jener Zeit sehr beliebt und viel geübt war, wobei es galt mittelst rascher geschickter Schwenkungen der wallenden Fahne eine Reihe von Figuren darzustellen. Die Lust am Fechten erlahmte mit der Aufnahme der Schießübungen der Schützencorps. Je voller die Schießgräben desto leerer die Fechtböden. Doch konnte noch 1789 der KK Fechtmeister Joseph Mir es wagen in Schröders Stadttheater eine Reihe von Vorstellungen zu geben. Wann die letzten Klopffechter sich bis auf’s Blut gepaukt, das ist nicht bekannt. Jedenfalls scheint schon längst der letzte des Geschlechts der St. Marcusbrüder mit Helm und Schild begraben zu sein mit ihm sein langes Schwert von Greifenfels.

“Through the martial spirit of the Germans and their fondness for military exercises fencing was long held in high regard. And  the fencing master settled in cities, who made the boys valiant in their fencing schools, were certainly very respected people, especially if they had previously belonged to the warrior class. Different from them were the actors of less dangerous tackles or other battle plays. They were organized in a mystical associations, they called themselves mysteriously St. Marcus and Lucas Brothers, free fencer of the feahter. Fencing master of St. Marcus and Löwenberg and inaugurated master of the long sword of Greifenfels. Such a one was Hans Jochim Ohlsen in summer 1754 in Hamburg, displaying his knightly aristocratic art, fought with all the arms and weapons from the shortest to the longest and vice versa, against some dilettantes for 1 Dukat, but against his brothers in arms to the first blood. Jn the pauses the audience amused themselves at the gun shooting at Turk heads on throwing Pikes, and particularly on flag waving, a type of art, which had been very popular with craftsmen of that time and was much practiced, the aim was to present a number of figures by quickly pivoting the billowing flag. The joy of fencing slacked with the inclusion of target practice shooting of the corps. The fuller the shooting trenches the emptier fencing floor. But was 1789, the KK Fencing Master Joseph Mir dared to give a series of performances in Schroeder’s City Theatre. When was the last show-fencer  drilled for blood, is not known. In any case, it seems long ago that the last of the St. Marcusbrüder was buried with his helmet and shield with him his long sword of Greifenfels.”