1542 Marxbrüder Meister Caspar Steringer of Erfurt

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The following letter of 1542 describes the regulation of the bout between two fencing masters in the 16th century of Brandenburg. One of the masters is listed in the The Marxbrüder chronicle from the Cod.I.6.2o.5 for getting his Master tittle in 1543. His name is Kaspar Steringer, he is a furrier in his trade in the city of Erfurt. The named Albrecht in the letter is Albert of Prussia (17 May 1490 – 20 March 1568), the last Grand Master of the Teutonic Knights, who after converting to Lutheranism, became the first monarch of the Duchy of Prussia, the secularized state that emerged from the former Monastic State of the Teutonic Knights. In the letter the duke sets the regulations for the bouts and offers some damask and other fabrics of high value to the fencing masters as a trophy. The letter speaks of a known regulation of the “Langen Schwert” (longsword) in which several moves were not allowed and some body parts were no legal targets for strikes. Furthermore it seems that the use of the pommel and wrestling was not allowed. These rules seem to be common so that no further explanation is made.

Offenes Brieflein die Fechterei belangend in meines gnädigen Herrn Namen. Nachdem wir von Gottes Gnaden Albrecht Markgraf zu Brandenburg usw. aus sonderer Gunst und gnädiger Zuneigung, so wir zu der ritterlichen Kunst des Fechtens tragen, sechs Ellen Damast den beiden Meistern Kaspar Sterniger und Andres Rückwart, mit einander darum zu fechten ausgeworfen, als wollen und befehlen wir ihnen, daß sie beideMarxbruder Caspar Sterniger nach Ordnung des langen Schwerts, alle böse heimliche, verborgene Stücke und Listen, wie die immer Namen haben, mögen, ausgenommen auch ohne Verletzung der verbotenen Glieder, aus freier ritterlicher Kunst, Knopfart und Einlaufen, um solchen Damast kämpfen sollten. Darzu soll keiner, wenn die Grieswärtel die Stangen unterschießen, darüber schlagen. Wo aber solches von ihrer einem nicht gehalten und dieselben verbotenen Stücke gebrauchen würde, soll er seine Fahr deshalb ausstehen. Wenn sie auch weiter mit einander zu fechten Willens wären und Lust hätten, soll ihnen dasselbe, wie sie sich deß mit einander bedingen und vereinigen können, zugelassen sein, doch daß sie in solchem sich obenerzählter Maßen der Gebühr halten und beweisen. – Die andern Fechter aber so um das Hosenlaken, welches wir auch aus Gnaden vergeben, fechten wollen, wollen wir, daß sie auch dergestalt wie den Meistern eingebunden fechten sollen. Welches wir also darnach sich ein jeglicher zu richten anzeigen lassen wollen.

 

Sources and books used in this article:
Neue preussische Provinzial-blätter, Bände 3-4,Tag and Koch, 1859
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